Lobbe, Middelhagen, Mariendorf und Alt-Reddevitz bilden eine Gemeinde. Gerade Reddevitz gehört zu einem der reizvollsten Ecken der Insel Rügen. Die Halbinsel trennt die Bodden Having und Hagensche Wiek. Erkunden Sie diese vier Orte zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Starten Sie beispielsweise in Lobbe. In der Höhe der Reha-Klinik am Göhrener Südstrand fahren Sie über den Feldweg nach Middelhagen. Hier erwartet Sie der Dorfweiher und ein alter Gutshof, der zum Verweilen einlädt. Vorbei an einem der ältesten Gasthäuser erkunden Sie Middelhagen. Der nächste Ort ist Mariendorf, auf platt auch Marikkendörp. Hier können Sie viele typische Büdnerhäuser sehen und auch schon Alt-Reddevitz mit seinem Reiterhof ins Visier nehmen. Fahren Sie ruhig einmal bis ins Höft hinein. Hier ist es landschaftlich wirklich einmalig. Zurück müssen Sie dennoch. Denn „taun Höft“ ist plattdeutsch und bedeutet soviel wie „zum Ende hin“. Der Weg lohnt sich hierher allemal.

Die beiden Gemeindeteile Gager und Groß Zicker sind durch die Zickerschen Alpen voneinander getrennt. Wenn Sie in das Höft von Gager spazieren, können sie die Landzunge am Hochufer oder auch unten am steinigen Naturstrand umrunden und kommen in Groß Zicker heraus. Der Ort Groß Zicker ist ein kleines Fischerdorf, gelegen am Zicker See auf dessen anderer Seite die Ortschaft Klein Zicker liegt. Der Ortsname Zicker ist vom slawischen „Sikor“ abgeleitet und bedeutet „Meisenort“. Hier finden Sie das bekannte Pfarrwitwenhaus, ein Lehmfachwerkhaus aus dem Jahre 1723. Ein weiteres historisches Baudenkmal ist die Backsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert mit ihren berühmten bunten Glasfenstern.

Zum Ostseebad Thiessow gehört der Ortsteil Klein Zicker, der über eine kleine Nehrung erreichbar ist. Das kleinste Ostseebad der Insel Rügen wurde 2010 650 Jahre alt. Heute durch seine drei Strände und den Deich zum Radfahren und Inlineskaten charakterisiert, spielte der Ort damals eine wichtige Rolle. Der Ort war Hauptstation des Lotsenwesens auf Mönchgut. Der Turm wurde in den 90er Jahren aufwendig restauriert und bietet von der errichteten Aussichtplattform einen atemberaubenden Blick über die offene Ostsee, die Insel Oie und Ruden sowie auf das ganze Mönchguter Land.
Wie einst leben die Bewohner des Ortes hauptsächlich vom Fischfang und dem Fremdenverkehr.  

  

Mönchgut - Ortsplan - Middelhagen , Lobbe, Alt Reddevitz

Halbinsel Mönchgut

Mit seinen sanften Hügeln, schilfumkränzten verschlafenen Buchten und verschwiegenen Boddenstränden ist die Halbinsel Mönchgut für viele Gäste und Besucher die schönste Region Rügens.
Das Mönchgut gehört zum Biosphärenreservat Süd-Ost-Rügen, welches seit 1991 durch die UNESCO geschützt wird. Das zweitgrößte rügener Ostseebad Göhren ist die „Hauptstadt“ der Halbinsel Mönchgut, wo gleich vier verschiedene Museen von der Vergangenheit des südöstlichen Zipfels Rügens zeugen. Alle vier Museen sind in sehr attraktiven, originalen historischen Gebäuden bzw. in einem richtigen Küstenfrachter untergebracht und stehen unter Denkmalschutz.

Das Mönchguter Heimatmuseum (Strandstraße 1) behandelt das Leben auf Mönchgut von seinen historisch faßbaren Anfängen bis in die jüngere Vergangenheit. Themen sind etwa ur- und frühgeschichtliche Funde, die Geologie und Geographie Mönchguts und die Entwicklung Göhrens zum Ostseebad. Von der auf Mönchgut betriebenen Seefahrt zeugen Schiffsmodelle, Seemannsmitbringsel und Kapitänsbilder. In anschaulichen Inszenierungen werden zudem das Wohnen und die Hauswirtschaft der Mönchguter Fischerbauern gezeigt. Einen Höhepunkt bilden die berühmten „Mönchguter Trachten“ sowie andere reich geschmückte Objekte der regionalen Volkskunst.

Der Mönchguter Museumshof (Strandstraße 4) ist das älteste und größte Freilichtmuseum auf Rügen. Zahlreiche Wagen und Kutschen, Acker- und Handwerksgeräte sowie landwirtschaftliche Maschinen dokumentieren den Arbeitsalltag der Mönchguter Fischerbauern und Landhandwerker.

Das Rookhus (Thiessower Staße 7) stellt eine große architektonische Seltenheit nicht nur auf Rügen, sondern in ganz Norddeutschland dar. Denn das malerische kleine Fachwerkhaus mit dem tief herabgezogenen, vom Volksmund als „Zuckerhut“ bezeichneten Rohrdach besitzt keinen Schornstein. Es zählt zu den ältesten Gebäuden Rügens.

Das 1906 erbaute Museumsschiff „Luise“ (Am Südstrand) dokumentiert die Arbeits- und Lebensbedingungen der Rügener Küstenschiffer. Der Kleinbahnhof in Göhren ist Start- und Endstation für den Rasenden Roland. In unmittelbarer Nähe lädt die neue Bernsteinpromenade zum bummeln ein. Gleich nebenan lockt die Ostsee an einem breiten feinsandigen Strand alle Wasserratten.

 

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