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Teile der schwedischen Schiffssperre aus dem Jahr 1715 sollen geborgen werden
Thiessow/Rügen. (ostSeh) Seit 8. Juni beginnen Mitarbeiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LKD M-V) im Auftrag der Nord Stream AG mit den vorbereitenden Arbeiten für die Bergung in der schwedischen Schiffssperre im Greifswalder Boden. Die Bergung der Überreste von Wrackteilen aus einer von 19 Fundstellen ist für Ende Juni bis Anfang Juli geplant. Später sollen an dieser Stelle zwei Röhren der 1210 Meter langen Erdgaspipeline durch das Bodendenkmal laufen.
Thiessow/Rügen. (ostSeh) Seit 8. Juni beginnen Mitarbeiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LKD M-V) im Auftrag der Nord Stream AG mit den vorbereitenden Arbeiten für die Bergung in der schwedischen Schiffssperre im Greifswalder Boden. Die Bergung der Überreste von Wrackteilen aus einer von 19 Fundstellen ist für Ende Juni bis Anfang Juli geplant. Später sollen an dieser Stelle zwei Röhren der 1210 Meter langen Erdgaspipeline durch das Bodendenkmal laufen.
In den kommenden Wochen wird ein Team von bis zu sieben Forschungstauchern die Fundstelle von Steinen und Sediment beräumen und die Überreste des Wracks komplett freilegen. Dann erfolgt die exakte Vermessung und Dokumentation der Fundstelle mittels Zeichnungen, Foto- und Filmaufnahmen. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten werden die Wrackteile geborgen und an Land gebracht. Für die gesamte Bergung ist ein Zeitraum von rund fünf Wochen vorgesehen. Im Anschluss an die Bergung erfolgt in Verantwortung des LKD M-V die ordnungsgemäße Dokumentation und Auswertung der Überreste des Wracks.
Vorzeitige Berichte durch Nord Stream, verfasst nach den ersten Tauchgängen, hatten Aufsehen erregt, weil das Wrack vorschnell als ein verroteteter Haufen Holz dargestellt worden war. Der Experte für Unterwasserarchöologie Dr. Thomas Förster hatte bemängelt, dass Untersuchungsergebnisse in diesem Stadium noch gar nicht bewertbar seien. "Für die Genehmigung, dort die Pipeline durchzuleiten, sollten sie schon etwas mehr Geld und ERnsthaftigkeit in die Untersuchungen stecken", meinte er. KÜMA