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Rügengeplaudere


Rügengeplaudere :: 03.11.2009

Unser charmanter Plauderer schreibt unter dem Pseudonym Felix Krull über seine Erlebnisse mit Gästen, Zugezogenen und Einheimischen der Insel Rügen. Hier die Herbstausgabe 2009.

Till Demtröder hat seine Schleppjagd Cross Country schon im Sommer abgesagt. War sie im vergangenen Jahr mit etlicher Prominenz unter Carlo von Tiedemann und Demtröder mal wieder von dem Pferdenarren und Schauspieler inszeniert worden, während seine Serie „Hallo Robbie“ eben geopfert worden war, wird kolportiert, dass es in diesem Jahr an den Sponsoren gemangelt habe. Die Autobranche, im Jahr 2008 noch dicke als Geleitfahrzeugsteller mit Offroadern dabei, ist dieses Jahr satt. Klaro: 35 Prozent Anzeigenvolumen soll die Abwrackprämie den hiesigen Zeitungen an Einbußen beschert haben. Durch nicht geschaltete Anzeigen, da die Kunden ja frei Haus kamen. Diese Ersparnis hat vermutlich ein Polster für das nun kommende, magere Jahr geschaffen. Scheint es. Nur der Kurdirektor von Binz hatte Cross County noch als vermeintliches Topp-Ereignis im Juli vorzeitig aber eben fehlinformiert rausposaunt. Klaro. Am Sonntag danach machen die Teilnehmer immer eine gute Figur am Binzer Strand mit Schaureiten. Das entgeht ihm nun.

So war nun die Mecklenburger Meute ende Oktober auf Gut Boldevitz mit einer Schleppjagd. Kirsten Victor wird wohl auch irgendwann mit Mutter Margitta und dem Naturerlebnisverein wieder eine Hubertusjagd im Westen der Insel organisieren. Statt stinkenden Karossen allerdings mit Kremsern und Rossäpfeln. Dort tritt dann eher ein unadeliger aber auch untadeliger Kreis von Sportreitern auf. Ohne Hunde. Und der Caspars-Kochschulenbetreiber Stefan von Heine führt dabei sein Pferd aus und bedient in der Pause die Gesellschaft mit seiner mobilen Küche. Chic mit etwas understatement, edel, jedoch nicht affektiert. 

Währenddessen beklagt der Ökologische Jagdverein auf Rügen angesichts des Hubertustages am heutigen 3. November weiterhin, dass Teile der Jägerschaft den überhöhten Wildbestand nicht ordentlich reduzieren würden, Nationalpark wie andere Flur völlig überbevölkert von Schwarzwild, Reh-, Rot- und Damwild sei. Und siehe da: immer häufiger steht ungeniert direkt neben der Straße ein Rotte Bachen mit ihren Frischlingen oder ein Bock, der höchst geruhsam den Autos nachschaut. Gärten bleiben ebenso wenig verschont wie junge Obstgehölze und auf der Terrasse des Selliner Cliff-Hotels kommen die Rehe den Gästen ebenso nahe, wie die Wildschweine in Moritzdorf. Die leben dort am Wasser im Schilf, wo die Jäger wiederum nur schlecht beikommen. 

Holger Nebel, Koch, Gastronom und neuer, verjüngter Vorsitzender des Kreisjagdverbandes, kann derlei Kritik nur schwer nachvollziehen. Sitzt er doch eben, während diese Zeilen abgefasst werden, mit anderen Kollegen aus den Revieren des Nationalparks und dessen Rändern und veranstaltet eine kleine, private  Hubertusjagd. Mehr gehe revierübergreifend leider nicht, bedauert er. Nun, der dritte November ist eben auch ein stinknormaler Dienstag, lieber Herr Nebel. Auch wenn du schon Feuerabend hast, weil in deinem Mobby Dick im Sassnitzer Hafen alles gelaufen ist oder die Angestellten noch arbeiten. Doch Holger Nebel trägt auch erhellend zum Thema bei, dass in Wiek trotz Pensionierung des dortigen Pastors Klaus-Peter Lüdtke, Träger übrigens der Ehrennadel des Kreisjagdverbandes, am 15. November auch wieder der Hubertus-Gottesdienst in der Kirche stattfände. Gut so, denn der neue Pastor Christian Ohm kann zwar viel in Sachen Kultur und Rotarier, doch der Jagd ist er bisher nicht verfallen. Nach den Worten Lüdtkes also schmackofatzt dann das Volk im Kirchgarten gegartes Wild vom Grill, das daran erinnert, dass es  trotz  zahlreichem Wildbestand auf Rügen nicht immer einfach ist, Wild zu erwerben. Es sei den im Gutshaus Prosnitz oder der Kleinen Försterei in Hagen, die übrigens dieses Jahr auch ihr 15-jähriges Jubiläum feiert. Vom wilden Discomann zum anerkannten Gastronomen, Wildhändler und Jagdscheininhaber mit Waffenbesitzkarten. Gratulation Uwe Kasten. Auf dass du wild bleibst und nicht endest, wie Hirsch Hannes.

Was also kommt am Ende€ Die Wildkarte! Die wird auf Rügen eher heimlich eingelegt, während Usedom schon länger seine Wildwochen feiert. Aber sie hat im Kleinen nicht nur in der Kleinen Försterei Jahresbestand. Doch derweil haben auf Deutschlands größter und schönster Insel zu dieser herbstlichen Zeit immer die Lobbyisten der Kohlbauern aus dem Inselnorden in der Gastronomie das alljährliche Zepter ergriffen. Das ist auch gut, da die Anbaufläche leider stark zurückgehen und der zarte rote und weiße Kopf auf der Insel kaum zu haben ist. Da kauft man lieber vom Großhändler das bayerische Kraut. Auch so sind manche Rüganer. Gestartet sind also die Kohlwochen zusammen mit dem Deutschen Hotel und Gaststättenverband (DeHoGa) und es wird geschmort, was des Blatt hält. In großen Pfannen im Freien wie auf dem Rügenhof am Kap Arkona sonnabends oder in den Kohltöpfen. Viel Butter, Zwiebeln, etwas Hack oder auch nicht, Salz muss, ein Gewürz der Wahl (Anis, Kümmel, Fenchel...) mit ätherischen Ölen gegen die Blähungen und dann Achtung: Rügener Kohl ist zarter als seine festländischen Anverwandten. Sonst geht es wie dem Edelkoch, der aus Österreich nach Göhren kam und bei der Einführung ein Bonmot vor der Presse abgeben wollte. Also erzählte er von  seinem ersten Irish Stew mit Rügenkohl. Mit echtem Salzwiesenlamm, das es in Göhren auch gibt. „Sie glauben nicht, was mir passiert ist“, wollte er einen auf Spannung machen. Ein anwesender Journalist: „Soll ich ihnen die Pointe versauen€“ „Schaffen sie nie!“ „Nun gut, das Irish Stew ist ihnen verkocht, da sie den Kohl wie normalen Weißkohl gegart haben, er jedoch zu früh fertig war, das Lamm allerdings nicht....“ Ups. 

Ja, Rüganer dürfen das. Sie wissen es auch. Und für 0,30 bis 0,50 Euro das Kilogramm sollten Sie es sich auf der Insel auch zum Selbstkochen nicht entgehen lassen. Der Rügenkaten in Rambin beispielsweise verkauft Wittower Kohl ebenso wie viele der Kochstellen aus den Flyern des Rügen-Produkte-Vereins. Und es wird zur Freude der im Oktober ganz anders aufgestellten Gäste als Herbstfreude nun geschmort und gegart. Nicht Filderkraut und nicht Bayrisch Kraut: Fragen Sie immer nach Wittower Kohl.

Bis bald zu neuem Geplaudere!
Ihr Felix Krull

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