SOgar der WWF gratuliert DONG zur Entscheidung :: 14.12.2009

Der dänische Energiekonzern strich seine Absichten für den Bau eines Steinkohlekraftwerks am Greifswalder Bodden in Lubmin aufgegeben. Dazu äußerte sich der WWF in einer Mitteilung.

"Das Kraftwerk wäre ein anachronistischer Dinosaurier geworden und hätte den Weg in eine klimafreundliche Energieversorgung verbaut. Wir sind froh, dass der Vorstand des Unternehmens  die Risken offenbar erkannt hat. Mit dem Bau einer solchen CO2-Schleuder wären nicht nur Gefahren für die Umwelt, sondern auch ein hohes finanzielles Risiko für den Konzern verbunden gewesen", betont Brick Medak vom WWF Deutschland. Der Sinneswandel sei nicht zuletzt auf den großen Einsatz eines landesweiten Bündnisses von Bürgerinitiativen und Umweltverbänden zurückzuführen.  

In den vergangenen Wochen hatte das Unternehmen bekanntgegeben, seinen bisherigen Energiemix mit einem Anteil von 85 Prozent fossiler Energieträger bis zum Jahr 2040 auf 15 Prozent zu reduzieren. Zu diesem Zeitpunkt will DONG 85 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. "Mit einem Neubau in Lubmin wäre das nie zu schaffen gewesen", so Medak. Deshalb sei die Entscheidung folgerichtig und außerordentlich zu begrüßen.  

Nach Ansicht des WWF mehren sich die Anzeichen, dass in der Energiewirtschaft ein Umdenken stattfindet. Nach der Aufgabe der Kraftwerkspläne in Karlsruhe und Dörpen in dieser Woche lande Lubmin als drittes Projekt auf dem Friedhof der gescheiterten Projekte. Dies sei ein Sieg der Vernunft und ein Ergebnis monatelanger Proteste des WWF und der Klima-Allianz.

Spannend   dürften  nun  die  Reaktionen  aus  der  Politik  sein.  In
Mecklenburg-Vorpommern   wurde   das   Kraftwerksprojekt  unter  einer
rot-roten  Regierung  eingeleitet.  Dort  ebenso  wie  in der jetzigen Regierung  zieht  sich durch alle Parteien im Schweriner Parlament ein Riss  der  Uneinigkeit in dieser Frage. Das sollte bei Beurteilung der nun folgenden Stellungnahmen nicht vergessen werden. 

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