In Göhren steigen die Gästezahlen an! :: 14.01.2010

Im Jahr 2009 wurden ca. 7,35 % mehr Gästeankünfte als im Vorjahr aufgezeichnet.

Der Binzer Kurdirektor Horst Graf bestätigt, dass die Krise hier nicht angekommen sei. Sein Amtskollege kann dies nur bestätigen: "Ich verstehe die Hiobbotschaft vom Statistischem Landesamt über ein Minus bei den Gästezahlen auf Rügen nicht. Das können wir nicht bestätigen", so Jörn Fenske zum Jahresrückblick 2009.

Im Gegensatz zum Jahr 2008 sind die Gästeankünfte um ganze 7,35 % gestiegen (und dabei sind noch nicht alle Kurkarten eingegeben). Selbst die Übernachtungszahlen sind um 5,57 % angestiegen. Nur die Verweildauer der Gäste ging ein wenig zurück. "Es kommen mehr Urlauber, die aber nicht so lange bleiben." berichtet Jörg Fenske. "Wir müssen noch mehr Maßnahmen ergreifen, damit die Gäste länger bleiben.
Betriebswirtschaftlich steht die Kurverwaltung Göhrens auf soliden Beinen. "Der Kostenplan steht bei 2 Millionen Euro, die Ausgaben auch, es steht also eine schwarze Null unterm Strich." informiert Fenske. Der Finanzplan für 2010 ist schon fertig und muss nun nur noch vom Parlament bestätigt werden. Durch die sichere Finanzlage, kann die Kurverwaltung nächstes Jahr wieder investieren.

Das Haus "Damp" steht ganz oben auf der Prioritätenliste, denn es soll zum Sitz der Verwaltung der Mönchguter Museen umgebaut werden. 304.000 Euro soll in den Umbau finanziert werden. Besonders froh ist Jörg Fenke darüber, dass die Bauarbeiten an der Göhrener Waldpromenade endlich weitergeführt werden können. Aufgrund der Rutschungen mussten die Bauarbeiten allesamt eingestellt werden. Doch das mittlerweile dritte
Gutachten habe ergeben, dass die geplante Treppenanlage an vorgesehener Stelle errichtet werden kann. Sobald das Wetter auf Rügen wieder normale Werte angenommen hat, werden die Arbeiten weiter geführt werden. " 54.000 Euro sind für den Bau der Treppe im Haushalt eingestellt. In die gesamte Baumaßnahme Waldpromende werden insgesamt 500.000 Euro gesteckt.

Doch die Waldpromenade ist nicht das einzige was erneuert werden soll. Sogar die beliebte Seebrücke Göhrens soll nun im Frühjahr renoviert werden. Bereits zum dritten mal muss die Holzkonstruktion erneuert werden. 164.000 Euro wird der Austausch der Bohlen kosten.

Die größten Kosten fallen jedoch bei den Personalkosten an. Doch das ist so beabsichtigt. "Etwa 35 bis 40 % damit wir das Qualitätsversprechen einhalten können." erklärt der Kurdirektor. Jedes Jahr wird viel Geld in die Instandhaltung der Anlagen und Immobilien des gemeindlichen Eigenbetriebes gesetzt. Allein für den Kurpavillion an der Strandpromenade müssen jährlich um die 50.000 Euro investiert werden, um die Holzteile
auszubessern und um die Technik zu optimieren. Dazu fließt noch Geld in die Unterhaltung des Haus des Gastes, der Rettungstürme und der Nordperdhalle.

Dieses Jahr will die Kurverwaltung wieder etwa 145.000 Euro für Veranstaltungen ausgeben. Diese Summe hat sich innerhalb der letzten Jahre kaum verändert. Ebenfalls wird man an den gut besuchten Höhepunkten des Jahres festhalten. Der Göhrener Kurdirektor sieht eine große Chance das Angebot in Zukunft noch attraktiver, durch die neu gegründete Tourismusgenossenschaft und der acht amtsgehörigen Gemeinden, zu gestalten.

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