Damals wie heute - Der Lotsenturm in Thiessow :: 19.01.2010
Die preußische Regierung baute 1854 in Thiessow eine Lotsenwache für Stralsund an dem Ort, wo vorher das alte Ruderhaus einer Schiffes als Herberge für die Lotsen diente.
Diese erhielten nun auch feste Gehälter. Aber auch diese Wachhütte wurde mit den Jahren immer baufälliger. "Das Holz verging und die höher wachsenden Bäume versperrten die Sicht nach Göhren hin. Da seine Reparatur nicht empfehlenswert war, beschloss man den Neubau eines Lotsenwachturmes in der Art wie auf dem Ruden", so heist es in der Ortschronik.
Ab dem 8. November 1909 wurde der Lotsenturm dann in Betrieb genommen und war seitdem rund um die Uhr bestezt.Zwischen 1968 bis 1972 wurden die Bootsfahrer und die Lotsen auf der Insel Ruden stationiert, aber schnell wurden sie wieder nach Thissow zurückverlegt. 1977 verfiel der Lotsenturm immer mehr und die Lotsenstation wurde endgültig nach Freetz verlegt.
Dann in den 90er Jahren begann der Wiederaufbau nach Vorbild der historischen Jahre. Die 200.000 Euro, die für die Rekonstruktion des turmes benötigt wurden, konnte die Gemeinde Thiessow nicht alleine aufbringen. Durch das Angebot eines großn Mobilfunkanbieters konnten sie den Bau des Lotsenturmes endlich finanzieren. Am 03. April 2003 erhielt Thiessow sein Wahrzeichen dann offiziell zurück.
Der neue Lotsenturm ist nun 33 Meter hoch und verfügt über eine Aussichtsplattform in 13 Metern Höhe. Der Lotsenturm ist natürlich für alle Besucher offen und bietet einen herrlichen Blick über die Ostsee. Am Fuß des Lotsenturms steht noch der kleine Klinkerbau, der das Mönchguter Museum beherbergt. Hier finden sie eine Ausstellung über das verantwortungs- und gefahrvolle Leben des Lotsenberufes.
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